Botulinumtoxin bei chronischer Migräne: Gezielte Schmerztherapie in Soest
Chronische Migräne beeinträchtigt die Lebensqualität massiv. Betroffene leiden unter häufigen Kopfschmerztagen, hoher Medikamentenbelastung und eingeschränkter Leistungsfähigkeit im Alltag. Wenn klassische, vorbeugende Medikamente versagen oder nicht vertragen werden, bietet die Therapie mit Botulinumtoxin (Botox) eine wissenschaftlich nachgewiesene und wirksame Alternative.
Ab wann spricht man von chronischer Migräne?
Eine Behandlung mit Botulinumtoxin kommt nach medizinischen Leitlinien für Erwachsene infrage, die folgende Kriterien erfüllen:
- Seit mindestens 3 Monaten bestehende Beschwerden.
- Mindestens 15 Kopfschmerztage pro Monat.
- Davon an mindestens 8 Tagen typische Migränesymptome.
Das Behandlungsprinzip: Wirkung und PREEMPT-Schema
Bei der chronischen Migräne schüttet der Gesichtsnerv (Trigeminusnerv) vermehrt schmerzauslösende Botenstoffe aus. Botulinumtoxin hemmt diese Ausschüttung gezielt und reduziert so das Entzündungs- und Schmerzgeschehen. Die Behandlung erfolgt nach standardisierten Injektionsschemata in definierte Muskelregionen im Kopf- und Nackenbereich.
Standardisiertes Schema: Wir injizieren das Original-Präparat (BOTOX® von AbbVie) streng nach dem medizinisch zugelassenen PREEMPT-Schema.
Präzise Punkte: Mit einer hauchdünnen Nadel wird der Wirkstoff an 31 bis 39 exakt definierten Punkten im Kopf-, Nacken- und Schulterbereich verabreicht.
Langfristiges Konzept: Die ambulante Behandlung dauert nur wenige Minuten. Für einen optimalen, dauerhaften Schutz wird die Therapie alle 12 Wochen wiederholt.
Vor jeder Behandlung erfolgt eine ausführliche schmerzmedizinische Untersuchung und Beratung. Dies sind die möglichen Vorteile einer Schmerztherapie mit Botulinumtoxin:
- Reduktion der Kopfschmerztage
- Verringerung der Schmerzintensität
- Verbesserung der Lebensqualität
- Reduktion des Medikamentenverbrauchs